Buch zum DFG-Projekt „Politische Online-Kommunikation“

Unser Buch zur Dokumentation des DFG-Projekts „Politische Online-Kommunikation“ ist einen Schritt weiter: Letzte Woche haben sich die Beteiligten (Emmer, FU Berlin/Seifert, Uni Erfurt/Vowe, Uni Düsseldorf/Wolling, TU Ilmenau) bei einem Workshop an der Uni Erfurt über die Entwürfe gebeugt und ein paar wichtige Entscheidungen getroffen. Neben der Verteilung von Arbeitsaufträgen und (zu?) ambitionierten Zeitplänen haben wir uns vor allem auf die Struktur geeinigt:

Zentraler Bestandteil wird die Dokumentation vieler bisher unveröffentlichter Daten in Tabellenform sein. Da es sich bei diesem Projekt um ein Vorhaben der sozialwissenschaftlichen Grundlagenforschung handelt, sind zahlreiche Daten bisher nur für verschiedene Hypothesentests ausgewertet worden, also meist in stark komprimierter, oft auf einzelne Koeffizienten reduzierter Form. Ein allgemeiner oder vollständiger Überblick über die wichtigsten Datenpakte – wo und wie häufig informieren sich die Deutschen politisch online, wie kommunizieren sie miteinander online über Politik und wie nutzen sie das Internet um sich am politischen Prozess zu beteiligen – ist bisher noch nicht veröffentlicht worden. Dafür werden etwa 100 Seiten reserviert: 30 Indikatoren politischer Kommunikation über 7 Befragungswellen hinweg (2002 – 2009), aufgeschlüsselt nach Gesamtstichprobe, Onlinern und Offlinern sowie verschiedenen soziodemographischen Gruppen.

Dazu gibt es einen einleitenden Forschungsüberblick sowie zwei weitere Abschnitte, in denen die Befunde der letzten Jahre zu folgenden Kernfragen des Projekts zusammengefasst werden:

  • Wie hat das Internet die individuelle politische Kommunikation der Deutschen beeinflusst?
  • Welche Folgen hatte die Integration des Internets in die persönlichen Medienrepertoires für die Einstellungen der Deutschen zur Politik?
  • Welche Bevölkerungsgruppen wurden durch das Internet in besonderem Maße beeinflusst?
  • Wodurch lassen sich die beobachteten Veränderungsprozesse erklären – d.h.: weshalb bewirkt das Netz bei manchen Personen eine veränderte Kommunikation und bei manchen nicht?

Der Verlagsvertrag ist bereits abgeschlossen, geplant sind ca. 250 Seiten. Wir sind fest entschlossen (entgegen jeder Vernunft und trotz unserer langjährigen Publikationserfahrung 😉 ) alle Termine einzuhalten und das Werk etwa im Oktober fertig zu haben. Neuigkeiten zum Projekt demnächst hier.

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