Back from Moscow

… und schwer beeindruckt: Moskau sollte man gesehen haben. Ich musste zwar während meiner zweieinhalb Wochen dort an der Uni arbeiten (und ein paar Tage auf den Abzug der isländischen Aschewolke warten), habe aber Dank meiner einheimischen ortskundigen Kontaktpersonen (Danke, Olga!) ein paar außergewöhnliche Ein- und Überblicke bekommen:

Martin und Blick über Moskau

Über den Dächern von Moskau ...

Hier nach Ausstieg aus einem WG-Küchenfenster in einem der Wohnheimtürme und Kletteraktion über eine Leiter an der Außenseite des beeindruckenden Stalin-Turms der Universität. War zwar ziemlich zugig und ausnahmsweise nicht sonnig, aber einen solchen Ausblick gibt es sonst in Moskau nur noch vom Fernsehturm. Hinter mir sieht man den südöstlichen Teil Moskaus, in der näheren Umgebung alles Uni-Gebäude, insbesondere die Sportanlagen direkt nebenan.

Da es an der Uni keinen WiFi-Zugang gab, musste ich meinen Arbeitsplatz jeden Tag für ein, zwei Stunden in eines der zahlreichen Cafés in der Stadt verlegen, um wenigstens die wichtigsten E-Mails etc. zu erledigen (deswegen gab es auch kein live-Blogging aus Moskau). Das kann in der Stadt ein teures Vergnügen werden, die Kanne Tee für 12 Euro mit Stück Kuchen für 8 Euro sind nix außergewöhnliches. Ein Tipp für Moskau-Reisende ist das „Eat & Talk“, etwas versteckt in den Katakomben des Nachbargebäudes der Journalistik-Fakultät am Kreml: ein 24-Stunden-Restaurant-Café-Bar mit günstigen Preisen (etwa München-Niveau) sehr angenehmem Publikum, entspannter Atmosphäre und FreeWiFi.

Restaurant Eat & Talk, Moskau

Best of Klausur

Die Korrektur von Klausuren und Prüfungen gehört zu den weniger spannenden Jobs von Lehrenden an einer Universität. Allerdings: manche Studierenden lockern diese oft nervenaufreibende Arbeit durch überraschende, gelegentlich spektatuläre Antworten und Thesen hin und wieder auf. Hier ein paar Auszüge aus Antworten auf die Frage, welche Bedeutung das Internet heute für moderne Wahlkampfführung hat:

„Im Internet findet keine Zensur statt.“

„Von Vorteil ist die große Sukzessivkraft von Blogs.“

„Im Internet kann man schnell mehr Menschen erreichen als in der Realität.“

Ja, ich weiß, dass man in einer Klausur unter einem gewissen Druck steht, unter dem die Genauigkeit dessen leiden kann, was man zu Papier bringt. Und natürlich gibt es auch dafür noch manchmal einen Punkt, wenn aus dem Rest der Antwort hervorgeht, dass der Kandidat/die Kandidatin das richtige weiß und meint. Aber unterhaltsam ist es trotzdem – noch mehr übrigens bei Fragen zu konkreten politischen Themen, z.B. in Fächern wie Medienpolitik – was haben wir da schon Tränen gelacht … 😉