Wahnsinn mit Methode

Was das BILDblog da heute berichtet, gehört zum ungeheuerlichsten, was ich an forschungsmethodischem Unsinn je gesehen habe. In einer Auseinandersetzung zwischen den Nachrichtenagenturen dpa und dapd hat letztere versucht, die Qualität der eigenen Arbeit mit Hilfe einer quantitativen Untersuchung zu untermauern. Methodisch befindet sich diese „Untersuchung“ etwa auf dem Niveau eines Nachmittagsprojekts achtjähriger Grundschüler (die man natürlich für eine solche Leistung loben würde, ohne es ernsthaft als wissenschaftliche Untersuchung zu verkaufen); Lukas Heinser hat auf BILDblog den gesamten Irrsinn so gut beschrieben, dass ich das hier nicht nochmal wiederholen muss. Allen Interessierten, vor allem Studierenden sozialwissenschaftlicher Fächer, sei aber der atemberaubende Originalbericht, der bis jetzt (18.04. 21:20 Uhr) allen Ernstes immer noch auf der dapd-Website online steht, sehr ans Herz gelegt; sowas sieht man nicht oft. Wie die auftraggebenden Herrschaften der dapd Medien Holding so etwas zulassen können, ist mir rätselhaft, auch vor dem durchführenden Unternehmen muss man aus fachlicher Perspektive wohl dringend warnen.

Titel zu „Bürger online“ ist fertig

Gestern haben wir vom UVK-Verlag die endgültige Titelseite unseres in den nächsten Wochen erscheinenden Buchs bekommen. Wir Titel "Bürger online"haben unter Mithilfe zahlreicher Kolleginnen und Kollegen sowie des Verlags versucht, eine brauchbare Visualisierung für den Gegenstand zu finden, ohne auf die übliche, etwas abgegriffene Internet-Symbolik wie Tastatur und Bildschirm zurückgreifen zu müssen. Über Kommentare und Hinweise, ob uns das gelungen ist bzw. Vorschläge zur Verbesserung oder alternative Ideen (allerdings erst für die 2. Auflage …) würden wir uns freuen, entweder hier oder auch auf der neuen Website zum Buch: http://www.buerger-online.net

Countdown für „Bürger online“ läuft

Nach noch einmal einigen Wochen intensiver Durchsicht, Lektorat und Korrektur ist es bald so weit: Das Manuskript für unser Buch mit den Ergebnissen unseres zehnjährigen Forschungprojekts zur Entwicklung der politischen Online-Kommunikation der Deutschen (http://www.politische-online-kommunikation.de) ist heute an den UVK-Verlag gegangen. In schätzungsweise drei bis vier Wochen ist das bereits länger angekündigte 350-Seiten-Werk dann erhältlich. Weitere Infos gibt es demnächst auch auf einer Website zum Buch.